Die MelbeaGold Spirale ist neben hochwirksamer Verhütung besonders schonend für den Körper. Dies ist vor allem den aktiven Substanzen aus Edelmetall-Kupfer-Legierungen zu verdanken. Die MelbeaGold Spirale hat keinen Einfluss auf die allgemeinen Körperfunktionen und ihren natürlichen Rhythmus. Das heißt, die Ovulation erfolgt ordnungsgemäß. Die lokal begrenzte Wirkung in der Gebärmutter verhindert jedoch die Empfängnis oder die Einnistung der befruchteten Eizelle. Die MelbeaGold Spirale fügt sich gleichzeitig genau ins Gebärmutterinnere und schützt vor Infektionen. Intrauterine Verhütung ist grundsätzlich für alle Frauen geeignet, die über eine längere Zeit sicher, sanft und hormonfrei verhüten wollen. Sie ist besonders empfehlenswert für Frauen, die nicht täglich an die Verhütung denken möchten und die in nächster Zeit keine Schwangerschaft planen oder ihre Familienplanung sogar bereits abgeschlossen haben. Eine MelbeaGold Spirale kann 5 Jahre liegen bleiben und schützt Sie mit höchster Sicherheit vor ungewollter Schwangerschaft, ohne dass Sie täglich daran denken müssen und ist dabei sehr kostengünstig. Wie auch bei anderen Verhütungsmethoden kann es allerdings individuelle Gegebenheiten oder medizinische Gründe geben, die gegen eine intrauterine Verhütung sprechen. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Sie daher vor der Einlage gründlich untersuchen und in einem ausführlichen Gespräch zur Anwendung der MelbeaGold Spirale beraten. Lassen Sie sich Zeit und informieren sie sich gründlich über alle Möglichkeiten, die es gibt. Wissenswertes zu den neuen MelbeaGold Spiralen finden Sie auch in unserer Anwenderinnen-Broschüre.

Frauen unter 35

In der Vergangenheit wurde die intrauterine Verhütung insbesondere Frauen ab 35 empfohlen, die Ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben. Diese Empfehlung beruhte maßgeblich auf der Beobachtung, dass es bei jüngeren Frauen und solchen, die noch keine Kinder bekommen haben, im Vergleich zu Frauen, die bereits Kinder geboren haben, häufiger zur verstärken Monatsblutungen, Schmerzen oder zur Ausstoßung des Intrauterinpessars kommen kann. In neuerer Zeit hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass auch diese Frauen geeignete Kandidaten für die Verhütung mit Intrauterinpessaren sind, insbesondere wenn sie aus persönlichen Gründen keine hormonellen Verhütungsmethoden anwenden wollen, oder diese aus medizinischen Gründen nicht in Frage kommen. Aufgrund dieser Erkenntnis haben sich beispielsweise auch in den USA die Verschreibungskriterien für konventionelle kupferhaltige Intrauterinpessare geändert, die seit 2005 generell alle Frauen über 16 Jahren einschließen. Wie bei älteren Frauen oder solchen, die bereits Kinder geboren haben, verschwinden auch bei jüngeren Frauen eventuell auftretende Schmerzen oder verstärkte Blutungen meistens sobald sich der Körper an den Fremdkörper gewöhnt hat. Aufgrund des etwas erhöhten Risikos eines Ausstoßes des Intrauterinpessars ist bei jüngeren Frauen eine regelmäßige Selbstkontrolle der Kontrollfäden besonders wichtig.

Nach der Geburt

Oft wird empfohlen, dass Paare über 4-6 Wochen nach einer Entbindung noch nicht wieder miteinander schlafen sollen weil angenommen wird, dass der Wochenfluss möglicherweise infektiös ist. Auch wenn dies wahrscheinlich nicht zutrifft, weisen Frauen in dieser Zeit meist sowieso den Gedanken an Sexualität weit von sich. Anschließend erleben jedoch viele Frauen ihre Sexualität mit einer neuen Intensität. Während des Stillens bleibt in den meisten Fällen der Eisprung aus und die erste Monatsblutung tritt erst gegen Ende der Stillzeit ein. Dennoch kann ein Eisprung in der Stillphase vor der ersten Monatsblutung erfolgen. Daher sollte auch in der Stillzeit unbedingt eine zuverlässige Verhütungsmethode anwendet werden, sobald die sexuelle Beziehung wieder aufgenommen wird, insbesondere auch weil kurz aufeinanderfolgende Schwangerschaften für die Mutter und das ungeborene Kind erhebliche gesundheitliche Gefährdungen mit sich bringen. Während der Stillzeit gelten besondere Regeln hinsichtlich der Wahl der Verhütungsmittel, weil eine Beeinflussung des Babys über die Muttermilch vermieden werden muss. Hormonelle Verhütungsmethoden sollten daher nicht angewandt werden. Nach einer Geburt empfiehlt sich dagegen besonders die intrauterine Verhütung. Eine MelbeaGold Spirale kann, wie auch konventionelle kupferhaltige Intrauterinpessare, bereits vier Wochen nach der Geburt eingelegt werden und bietet langanhaltenden und sicheren Schutz vor ungewollter Schwangerschaft ohne die Gesundheit des Säuglings zu gefährden. Hierbei ist auch von Vorteil, dass Frauen in der Stillzeit die intrauterine Verhütung besonders gut vertragen.

Frauen über 35

Grundsätzlich sollten alle Frauen bis zum Ausbleiben der Monatsblutung verhüten. Der weit verbreitete Irrglaube, Frauen ab 45 müssten nicht mehr verhüten, führt jedes Jahr zu hohen Zahlen ungewollter Schwangerschaften mit erhöhtem Risiko für Mutter und Kind. Die intrauterine Verhütung ist auch für Frauen über 35 hervorragend geeignet, insbesondere auch für Frauen, die Ihren Körper nicht mehr mit hormonellen Verhütungsmethoden belasten wollen oder sollten, sei dies persönlichen oder aus medizinischen Gründen, beispielsweise weil sie rauchen. Auch für Frauen, die nach abgeschlossener Familienplanung vor einer Sterilisierung zurückschrecken, bietet die intrauterine Verhütung eine langanhaltende und ähnlich sichere Alternative. Sollten Sie über eine Sterilisation nachdenken, bedenken Sie, dass jeder operativer Eingriff ein gewisses Risiko für die Patientin mit sich bringt und zudem im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung eine Sterilisation der Frau keinen absoluten Schutz vor einer erneuten Schwangerschaft bietet: Trotz Sterilisation werden durchschnittlich 1 von 1.000 Frauen pro Jahr schwanger. MelbeaGold Spiralen haben eine lange Liegezeit und bieten zuverlässigen Schutz vor ungewollter Schwangerschaft bis zur Menopause. Auch ist bekannt, dass intrauterine Verhütung von Frauen ab 35 und solchen, die bereits Kinder geboren haben, besonders gut verträglich ist.

Notfallkontrazeptivum

Viele wissen nicht, aber Spiralen können auch als Notfallkontrazeptivum nach dem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung verwendet werden. In diesem Fall ist die Spirale innerhalb von 5 Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr einzusetzen. Die als Notfallkontrazeptivum eingesetzte MelbeaGold Spirale kann für die Gewährleistung der zukünftigen Verhütung an ihrem Platz verbleiben.

Wichtig: Intrauterinpessare schützen nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen. Frauen, die nicht in einer treuen Partnerschaft leben sollten sich daher mit geeigneten Methoden vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen, um Komplikationen durch Infektionen vorzubeugen.